Archiv für April 2009

„Eine „nette Hitler-Gemeinde“ im „Judenland“ – Vortrag am 14.5. in Hamburg

Wir möchten euch auf folgende Veranstaltung der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg in Kooperation mit dem Deutsch-Israelischen Jugendforums hinweisen:

Ralf Balke: „Eine ‚nette Hitler-Gemeinde‘ im „Judenland“. Die Landesgruppe der NSDAP in Palästina“
14.05.2009

18.30 Uhr
Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, Beim Schlump 83, 20144 Hamburg

Ein Vortrag in der Reihe „Faschismus und Nationalsozialismus: Neue Fragen und aktuelle Forschung“ Gemeinsame Vortragsreihe der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) und des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ)

In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts lebten rund 2.500 nicht-jüdische deutsche Staatsbürger in Palästina. Bereits vor 1933 traten erste Personen dieser Palästina-Deutschen der NSDAP bei, bis 1939 war jeder dritte Erwachsene im Besitz des braunen Parteibuches. Die Geschichte der Landesgruppe der NSDAP ist ein einzigartiges Beispiel für die Selbstnazifizierung einer deutschen Gemeinschaft jenseits der Grenzen des Dritten Reiches auf einem Terrain, das zunehmend jüdisch geprägt war und unter britischer Herrschaft stand. Dies sollte gravierende Folgen für die Beziehungen zu den jüdischen, arabischen und britischen Nachbarn haben und zugleich das Ende des seit der Mitte des 19. Jahrhunderts existierenden Kolonisationsprojekts pietistischer Siedler in Palästina einleiten.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Jugendforum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Hamburg.