Gegen „Querfront“-Tendenzen!

Am 2.Januar forderte der außenpolitische Sprecher der Linksfraktion Norman Paech in Hamburg – vor einer Fahne des militärischen Armes der Hamas – die sofortige Aufnahme von Verhandlungen mit der Hamas und erklärte, dass er eine Strafanzeige beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gegen Ehud Olmert wegen “Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ befürwortet. Nach der Kooperation mit den pro-Hamas-Aktivist_innen scheut Paech nun offenbar auch nicht die Zusammenarbeit mit dem Querfront-Strategen und ND-Autor Jürgen Elsässer.

Bei einer Veranstaltung zum Thema „Terrorziel Europa“ will Norman Paech Jürgen Elsässer als Gesprächspartner im zur Lesung und Diskussion empfangen (siehe Anhang). In der Einladung wird darauf verwiesen, dass Elsässer für „konkret, junge welt und jungle world“ geschrieben hat. Dass er aus all diesen Publikationen – selbst aus der antiisraelischen „Zeitung „junge Welt – wegen seiner völkisch-nationalistischen und Querfront-Tendenzen rausgeschmissen wurde, ist dabei natürlich nicht erwähnt. Welche menschenverachtenden Ideologien und Verschwörungstheorien Elsässer vertritt wird auch dadurch deutlich, dass NPD und die rechtsextreme Zeitung „Junge Freiheit“ haben ihn mittlerweile für seine strukturell-antisemitischen Texte in ihren Reihen begrüßt haben.

Die taz schreibt, was der Nationalbolschewist Elsässer mit seiner Volksinitiative will, die er gemeinsam mit einem Exbundeswehr- und einem Ex-NVA-Offizier gegründet hat:

Sie will die Linke und Rechte mobilisieren, bis hin zu Teilen der bewaffneten Organe, des Verfassungsschutzes, des deutschen Unternehmertums und (antisemitischen) Verschwörungstheoretikern, um „die Nöte der normalen Leute aufzugreifen“. Zwar gehe es dabei letztlich um „Klasse gegen Klasse“, aber erst einmal müsse der „Nationalstaat“ gegen den „Yankee-Imperialismus“ und die EU verteidigt werden.
„Die moderne deutsche Autoindustrie etwa hat es nicht verdient, durch US-Heuschrecken ruiniert zu werden“, so Elsässer am Samstag. Er rät den deutschen Arbeitern zu Betriebsbesetzungen zusammen mit den ebenfalls gefährdeten Unternehmern. Als „antideutsch“ begreift er nun vor allem die Deutsche Bank. Seine „Volksfront-Ini“ will „raus dem linken Getto“, das „ökologisch völlig versaut“ und zudem in der Sprache der „Political Correctness“ („eine ,Neusprech‘-Erfindung von US-,Thinktanks‘ “) erstarrt sei.
Um zu einem „richtigen Wir“ zu werden, mündet seine Ini demnächst in einen „auf keinen Fall marxistischen Kongress“ – und dann in eine „Volksfrontbewegung“. Diese soll keine Konkurrenz zu den Parteien, schon gar nicht der Linkspartei sein, sondern ihr „Katalysator“.

Der LAK Shalom der Linksjugend hat den Landesvorstand der Partei „Die Linke“ dazu aufgefordert, die Veranstaltung mit Elsässer abzusagen. Auch die Galerie der Schlumper, die als Veranstaltungsort dienen soll, wurde gebeten von dem Mietangebot Abstand zu nehmen. Sollte die Veranstaltung dennoch statt finden, ist es sicherlich sinnvoll, diese mit Protest zu begleiten. Der Termin ist Sonntag, der 18.1., um 12 Uhr, direkt neben dem Knust an der U-Bahn Feldstraße.


1 Antwort auf “Gegen „Querfront“-Tendenzen!”


  1. 1 benjamin-krueger.net » Blog Archive » Elsässer und die NPD Pingback am 13. Januar 2009 um 15:56 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.